Mehr Wert für alle - Das Portal für ein barrierefreies Internet in Rheinland-Pfalz
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Symposium 2008
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Inhalt
Symposium 2008 – Programm
Workshop 1
·
Workshop 2
·
Workshop 3
Workshop 1 – Entscheider/innen
Donnerstag, 8. Mai 2008
14:15 bis 15:45 Uhr
Barrierefreie PDF-Formulare – wie geht das genau?
Referent:
Markus Erle (Wertewerk, Tübingen)
Leitfragen:
Lassen sich PDF-Formulare barrierefrei gestalten? Welche Eigenschaften hat ein barrierefreies PDF? Von vornherein barrierefrei gestalten oder nachträglich optimieren? Welche Erfahrungen gibt es mit barrierefreien Formularen?
16:00 bis 17:30 Uhr
CEDOS Toolbox 1 – Barrierefreies Internet – Das Capito Eigen-Dokumentations-System als Weg
Referent:
Dietmar Löffler (atempo, Graz)
Leitfragen:
Einzelmaßnahmen oder ein ganzheitlicher Ansatz: Wie können Kommunen / Gemeinden / Verbände dazu befähigt werden, Barrieren selber zu erkennen und Barrierefreiheit umzusetzen? Wie können Fragebögen und Materialien der CEDOS Toolbox am Beispiel von Internet-Präsenzen konkret angewendet werden?
Freitag, 9. Mai 2008
9:00 bis 10:30 Uhr
Gesetze und Verordnungen im Leicht Lesen-Format – Eine Herausforderung für alle
Referent:
Dietmar Löffler (atempo, Graz)
Leitfragen:
Werden Texte in Leichter Sprache bzw. LL-Format, die von Behörden, Kommunen oder Ministerien erstellt werden, auch tatsächlich angenommen und genutzt? Warum braucht man ein Gütezeichen, und welche Erfahrungen wurden bislang damit gesammelt?
11:00 bis 12:30 Uhr
Auf dem Weg zur barrierefreien elektronischen Steuererklärung
Referenten:
Dr. Johannes Rödel (mgm technology partners GmbH, München)
Detlef Girke (BIK, Hamburg)
Leitfragen:
Wie kann die Interaktion zwischen Bürgern und Verwaltungen durch das Internet verbessert werden? Wie kann in einem komplexen Entwicklungsprojekt das Thema „Barrierefreiheit“ verankert und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden?
Workshop 2 – Web-Designer/innen
Donnerstag, 8. Mai 2008
14:15 bis 17:30 Uhr
Testen der Barrierefreiheit
Referent:
Jan Eric Hellbusch (2bweb.de, Lünen)
Leitfragen:
Wie kann Barrierefreiheit bei informationsorientierten Webangeboten gewährleistet werden? Ist der Einsatz von Prüfverfahren wie z. B. bei bitvtest.de geeignet? Welche Prüfkriterien gibt es? Welche Werkzeuge kann ich einsetzen, um Barrierefreiheit sicher zu stellen?
Freitag, 9. Mai 2008
9:00 bis 12:30 Uhr
Barrierefreiheit – über die Technik hinaus
Referent:
Dr. Michael Charlier, (KommKonzept, Berlin)
Leitfragen:
Bestandsaufnahme: Wo steht das barrierefreie Internet 2008? Welches sind die neuen Herausforderungen im Schnittbereich von Accessibility und Usability? Welche Strategien setze ich bei Planung und Konzeption des Internetauftritts ein? Warum ist es notwendig, Dokumente strukturiert zu erzeugen? Wie kann XML für alle ein Lösungsansatz für Barrierefreiheit sein?
Lesen Sie hier das ausführliche Programm
Workshop 3 – Nutzer/innen
Donnerstag, 8. Mai 2008
14:15 bis 15:45 Uhr
Qualitätskriterien für E-Government – Usability (Benutzbarkeit), Datenschutz (Grenzen und Probleme) und Evaluation (Nutzen)
Referent:
Frank Kämmle, Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Region Stuttgart (KDRS) / Rechenzentrum Region Stuttgart GmbH (RZRS)
Leitfragen:
Wie kann Barrierefreiheit bereits durch die technische Implementierung sinnvoll verankert und unterstützt werden? Praxisbeispiele aus dem Lösungsansatz der dvv.Portalplattform. Wie kann E-Government wiederverwertbar gemacht werden?
16:00 bis 17:30 Uhr
Vom Rathaus ins heimische Wohnzimmer – E-Government, eine Chance zur politischen Teilhabe für alle?
Referentin:
Sigrid Hornauer (Bürgermeisterin Sternenfels)
Leitfragen:
Welche Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten bietet die Seite der Gemeinde Sternenfels? Wie gestaltet sich die Teilnahme am digitalen Gemeindeleben? Welche Erfahrungen wurden gemacht?
Freitag, 9. Mai 2008
9:00 bis 10:30 Uhr
Kriterien für dialog-basierte Entscheidungsprozesse im Bereich E-Government
Referent:
Volker Vorwerk (Zebralog – medienübergreifende Dialoge, Berlin)
Leitfragen:
Wie kann das vielfältige Wissen der Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungen einfließen? Wie lassen sich demokratische Verfahren und interaktive Web-Techniken effizient verbinden?
11:00 bis 12:30 Uhr
Zugang für alle? Chancen und Hürden im Web 2.0
Referentinnen:
Anna Courtpozanis, Brigitte Luckhardt (WEB for ALL / Abi-Projekt, Heidelberg)
Leitfragen:
Was bedeutet der Begriff Web 2.0 für die Nutzer/innen? Welche Barrieren und Chancen stellen die neuen Technologien für Anwender/innen mit Behinderung dar? Wie können Barrieren vermieden werden?
Abschlussveranstaltung
Freitag, 9. Mai 2008
12:45 bis 14:00 Uhr
„OpenSource – der Motor zu barrierefreiem E-Government“
Referent:
Klaus Knopper („Knoppix“)
Zugang für alle war für Klaus Knopper schon immer ein Thema. Während seines Studiums der Elektrotechnik an der TU Kaiserslautern begann er aus reiner Neugier und im Geiste von Open Source eine bootfähige CD mit einer Linux Variante zu erstellen, genannt Knoppix. Er ermöglichte damit den Zugang zu Linux für alle: einfach CD einschieben und loslegen.
Seitdem ist Klaus Knopper in aller Welt bekannt, nicht nur in der Linuxwelt. Täglich suchen über 20.000 Besucher alleine auf seiner eigenen Website nach Knoppix.
Zugang für alle beschäftigt Klaus Knopper nun auch in anderen Bereichen. Seine Frau, Adriane Knopper, ist blind. „Behindert ist man nicht behindert wird man“, so ihre Erfahrung mit Computern, „denn ein auf visueller Wahrnehmung ausgerichteter Computer ist für Blinde ein Hindernis“.
So kam die Idee auf, ein auf Sprache ausgerichtetes Desktop-System zu bauen. Mit Hilfe des dialogbasierten Anwendermenüs wird Sprachausgabe gestütztes Surfen im Internet, SMS und E-Mail auch für Blinde nutzbar. ADRIANE - Audio Desktop Reference Implementation and Networking Environment – so der Name des Systems, ist Grundlage einer Weiterentwicklung, mit der Klaus und Adriane Knopper einen Integrationsbetrieb unterstützen. Als Partner arbeiten inzwischen das Institut ed-media an der Fachhochschule Kaiserslautern, der Club Aktiv mit Adriane und Klaus Knopper zusammen, um Menschen mit Seheinschränkungen den Weg ins Internet zu ebnen.
Die Nachfrage nach der Software ADRIANE ist groß, die Software wurde bereits auf der Open Source India Week 2008 vorgestellt. Sinnvoll ist der Einsatz der Software auch in Verwaltungen, „da hier durch das Behindertengleichstellungsgesetz ein Zugriff ohne Einschränkungen auch für Behinderte ermöglich werden muss, ganz abgesehen von der Schaffung behindertengerechter Arbeitsplätze“.
Sinnvoll ist die Software auch für Normalsehende, z.B. in Call Centern, die eine unkomplizierte textuelle Schritt-für-Schritt-Menüführung statt graphische, mit Icons überladene und entsprechend unübersichtliche Oberflächen, bevorzugen. „Open Source ist zudem die Voraussetzung zu barrierefreiem e-Goverment“, so Klaus Knopper, „da man nicht voraussetzen darf, dass sich jede/r die teure proprietäre Software leisten kann oder damit zurechtkommt“.
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Eine gemeinsame Veranstaltung von:
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