Die reine technische Zugänglichkeit stellt heute gerade bei
BITV-pflichtigen Projekten keine unüberwindbaren Probleme mehr: Wer
ein ordentliches CMS und/oder qualifizierte Entwickler einsetzt, kann
heute die Anforderungen der BITV relativ leicht erfüllen, zumindest
die sinnvollen.
Wie schwer es ist, diese zu bestimmen, zeigen die
Auseinandersetzungen um WCAG2 bzw. HTML5. Dagegen stellen sich mit der
Vermehrung des Umfangs und der Formatvielfalt der Webangebote ganz
neue Herausforderungen im Schnittbereich von Accessibility und
Usability, die bisher oft noch kaum gesehen werden.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die „accessibility-awareness“ und die
entsprechende Kompetenz der Redakteure, die für die Inhalte zuständig
sind.
Daraus ergeben sich für meinen Workshop folgende Schwerpunkte:
1. Bestandsaufnahme: Ein widersprüchlicher Befund
- geringes Problembewußtsein
- Konfusion bei Standards und Zertifikaten
- deutliche Verbesserungen bei den Tools
- erhöhte Kompetenz bei Entwicklern
2. Lösungsstrategien 1: Planung und Konzeption
- Accessibility als Kernpunkt jeder Konzeption
- Überragende Bedeutung der Informationsarchitektur
- Ausbau von Hilfesystemen
- XML für alle (z.B. hinter Flash)
3. Lösungsstrategien 2: Content und Pflege
- Notwendigkeit zur Erzeugung strukturierter Dokumente
- Besondere Anforderungen des Textens im Web bei Überschriften, Alt-Texten u. ä.
- Einsatz von Medien und Interaktion im Gesamtzusammenhang