
Barrierefreiheit ist in aller Munde. Häufig wird „barrierefreies Design“ jedoch missverstanden als „Design für Menschen mit Behinderungen“. Tatsächlich handelt es sich aber bei barrierefreiem Design darum, Produkte so zu gestalten, dass Sie auch durch Menschen mit Behinderungen nutzbar sind.
In der Praxis stößt man auf Grenzen, wenn das Verhältnis zwischen Aufwand zur Erreichung eines bestimmten Grades an Barrierefreiheit einerseits und (ökonomischem) Nutzen andererseits als ungünstig eingeschätzt wird. Eine Diskrepanz zwischen dem technisch Machbaren und dem ökonomisch Vertretbaren ist die Folge. Letztendlich muss sich Barrierefreiheit aber daran messen lassen, ob sie auf Seiten der - potenziellen - Endbenutzer „ankommt“, subjektiv wie auch objektiv.
Ziel des Vortrages ist es daher, Barrierefreiheit als ein dynamisches Konzept zu vermitteln, das vor dem Hintergrund des heute technisch Machbaren anders definiert sein muss als in Zukunft. Die Entwicklung, die das Konzept „Barrierefreiheit“ nehmen muss, zeigt dabei in Richtung „Design for All“, der Vision eines Designs, das durch alle nutzbar ist.

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hweber@sozwi.uni-kl.de
Dr. Harald Weber ist stellvertretender Leiter des Instituts für Technologie und Arbeit (ITA), Kaiserslautern. Er bearbeitet u. a. Forschungsprojekte im Bereich der Barrierefreiheit von Informations- und Kommunikationstechnologien. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem Gebiet des Inclusive Design, um Partizipation zu ermöglichen und Chancengleichheit zu gewährleisten.
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