Mehr Wert für alle - Das Portal für ein barrierefreies Internet in Rheinland-Pfalz


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Mehr Wert für alle schaffen - Barrierefreiheit umsetzen!

Das Internet bietet Menschen mit Behinderung ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Häufig stoßen sie dabei auf Barrieren. Nicht alle davon lassen sich überwinden. Damit sich das zukünftig bessert, verpflichtet das „Bundesgleichstellungsgesetz“ die Bundesbehörden dazu, ihre Internet-Seiten barrierefrei zu gestalten. Allen anderen Seitenbetreibern/innen wird eine barrierefreie Gestaltung empfohlen.

Wir wollen, dass Barrierefreiheit zur Selbstverständlichkeit wird, und setzen uns mit der Aktion „Mehr Wert für alle“ für ein Internet ohne Barrieren ein. Gemeinsam mit den Teilnehmer/innen der letzten Symposiumen haben wir unsere Forderungen in den „Trierer Thesen“ formuliert und passen sie den Gegebenheiten an:

Trierer Thesen

Wir fordern alle auf, die Umsetzung eines „Internet für alle“ aktiv voranzutreiben und Barrieren in der Informationstechnik zu beseitigen. Der Gedanke der Barrierefreiheit muß in die Bevölkerung getragen werden und Unternehmen von dem Image-Gewinn und den langfristigen Kosten-Einsparungen überzeugt werden.

Wir richten uns an:

  • Behörden der öffentlichen Verwaltung
    Bitte nehmen Sie ihre durch den Gesetzgeber vorgesehene Vorreiterrolle wahr und gehen Sie das Thema „Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ auch in der Informationstechnik an.
  • Gesetzgeber der Länder
    Bitte setzen Sie die international etablierten Standards ohne Verwässerung um und verabschieden sie in Ihren Durchführungsverordnungen die entsprechende Grundlage für ein barrierefreies Internet bei der öffentlichen Hand.
  • Unternehmen
    Bitte folgen Sie dem Beispiel der öffentlichen Hand und machen Sie barrierefreies Web-Design zur Selbstverpflichtung. Vergeben Sie nur Aufträge an Unternehmen, die eine barrierefreie Umsetzung anbieten.
  • Web-Designer
    Bitte setzen Sie die Standards für Barrierefreiheit um. Web-Accessibility hilft Ihnen ihre Programmierarbeiten zu professionalisieren und damit konkurrenzfähig zu bleiben.
  • Interessensverbände
    Wir brauchen eine besseren Qualifizierung der Entscheider/innen rund um die Themen „Formulierung von Ausschreibungen“, „Vergabe von Aufträgen“ und „Überprüfung der Web-Site auf ihre Zugänglichkeit“. Hierzu sollten Checklisten erarbeitet werden, die von Entscheider/innen kostenlos benutzt werden können.

Begriff der Barrierefreiheit

Der Begriff der Barrierefreiheit wurde in Deutschland schon in den frühen Jahren der Bundesrepublik im Zusammenhang mit baulichen Aspekten in das Bewusstsein der Verantwortlichen gerufen. Um Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Gebäuden zu ermöglichen mussten Barrieren entfernt werden. Allerdings hat die Architektur über Jahrtausende kaum auf Menschen mit Behinderungen Rücksicht genommen. Dadurch sind Barrieren, aufgrund dieser architektonischen „Altlasten“, nur mit einem hohen Aufwand aus dem Weg zu räumen.

Die Informationstechnik hingegen steht erst am Anfang einer vergleichbaren Entwicklung. Die ersten Jahre entsprachen im übertragenen Sinne ebenerdigen Lehmhütten, und erst durch technologischen Fortschritt entstanden in jüngerer Zeit mehrstöckige Gebäude mit wunderbaren Fassaden, aber unüberwindbaren Barrieren im Inneren. Wieder übertragen auf die Informationsgesellschaft bedeutet dies, dass einige Menschen, auch unabhängig von körperlichen oder geistigen Behinderungen, von der Nutzung neuer Technologie ausgeschlossen werden. Diese digitale Spaltung zwischen denjenigen, die Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wie bspw. dem Internet besitzen und denen, die diesen Zugang nicht besitzen, entsteht aufgrund von nicht zugänglich gestalteter Technologie und könnte provokant als „Informationsbehinderung“ bezeichnet werden.



Eine gemeinsame Veranstaltung von:
Logo: Club Aktiv e. V.
Logo: Katholische Akademie Trier.
Logo: rdts AG.
Logo: TA - Institut für Technologie und Arbeit.
Logo: webonliner - Internet-Bürgerverbund.